Erlebnisse und Kuriositäten aus der neuen Welt!

Sunday, July 31, 2005

Der erste Tag...

... war zum Glück ein Sonntag. Das heißt, ausschlafen war angesagt. Bzw. was man so ausschlafen nennt. Gegen zehn bin ich dann mal zum Frühstück runtergewandert. Immer schön warm angezogen, weil es im Hotel schweinekalt oder für amerikanische Verhätnisse angenehm klimatisiert war.
Gleich neben der Lobby befand sich der Frühstückssaal, wo schon all die "leckeren" Sachen bereitstanden. Und all diese "Köstlichkeiten" wurden auf Plastetellern, in Plastebechern und mit Besteck aus hochwertigen polymeren Werkstoffen gereicht. Naja, ok, gereicht ist auch übertrieben, man durfte sich das Zeug in selbstbedienender Weise höchstpersönlichst am Buffet abholen und befüllen. Und anschließend dann auch selber fast wie bei McDonalds (nur ohne zu den Müll zu trennen) in die bereitstehenden Abfallbehältnisse geben. By the way... die Nacht in dem Hotel kam auch nur 109 $. Da darf man auch nicht mehr erwarten.
In ganz deutscher Manier bin ich nach'm Frühstück zu Fuß losgezogen und habe gleich mal eben beim Autohändler graderüber reingeschaut... der Chevrolet Blazer mit der 4.3Liter V6-Maschine (in Anbetracht der hohen Benzinpreise eher nicht typisch deutsch) ist schonmal in der engeren Auswahl. Auch bei meinem Gang zu Walmart bin ich wahrscheinlich sehr aufgefallen, weil ich um viele Autos herumgeschlichen bin, um am Heck zu gucken, wie die Dinger heißen. Festgenommen wurde ich aber nicht. Bei Walmart habe ich dann gleich auch mein USA-Startgewicht auf einer dort ausgestellten Personenwaage ermittelt :-).
Ok weiter gehts... bei ca. 30 Grad, leichter Bewölkung und tropischer Luftfeuchte gehts mal Richtung W&OD Trail, einer stillgelegten Eisenbahnstrecke. Muss ja mal mein Inlineskating Trainingsgebiet begutachten... Fazit: gute Bedingungen. Die klimatischen Verhältnisse sind zweifelsohne eine Herausforderung.

Saturday, July 30, 2005

Ankunft

Nachdem der Abschied ja doch sehr schwer gefallen war, war die Ankunft nicht viel einfacher. Wer kürzlich in die USA eingereist ist, weiss das. Zuallererst erfordert das richtige bzw. die richtigen Formulare richtig Ausfüllen schon fast nen akademischen Titel. Ich hatte natürlich den falschen Zettel vollgemalt und den Richtigen danach auch noch unvollständig. Nach der Beanwortung der üblichen Fragen, was man den in den USA machen will, wo man arbeiten wird, was man dort arbeitet, was das für 'ne Firma ist und der Abgabe von Fingerabdrücken sowie eines kleinen Fotoshootings durfte ich dann weiter gehen, um meine Koffer vom Band zu wuchten.
Weiter gehts zum Taxistand... da wird mir dann gleich und sofort nen älterer Herr zugewiesen, der mich an das Ziel meiner Träume an diesem Tag - mein Bett im Hotel - bringen sollte. Damit der alte Sack mich nicht gleich auf Schadensersatz in Milliardenhöhe infolge eines Bandscheibenvorfalls verklagt, weil er meine schweren Koffer in seinen Kofferraum gehoben hat, nehme ich ihm diese Tätigkeit auch noch ab. Ich springe in seinen Straßenkreuzer und sage "Leesburg, Hampton Inn, please". Er guckt mich daraufhin blöd an und fragt, wo das ist und ob ich nicht eine Adresse hätte. Hatte ich natürlich nicht, wusste aber so ungefähr, wie man hinkommt. Der ältere Herr war damit wohl aber etwas überfordert und hörte gar nicht mehr auf in seinen nicht vorhandenen Bart zu brubbeln, dass es doch sowas nicht gibt... eine Hotelreservierung ohne Adresse oder Telefonnummer. Das war mein erster Kontakt mit den angeblich doch so netten Menschen hier. Der Taxifahrer schien aber eine Ausnahme zu sein und hat sich mit seinem Gemecker obendrein noch sein Trinkgeld versaut. Tja, mein Bester ... selber schuld.